Standpunkt Familie und Beruf

Ihren Standpunkt zum Thema «Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Krippensituation in der Stadt Winterthur» hat die HAW in einem Positionspapier festgehalten.

Ausgangslage

Die Arbeitgeber sind generell interessiert, kinderbetreuende Personen in die Wirtschaft zu integrieren und damit Lösungen für die Schnittstelle Kinderbetreuung und Beruf zu finden. Es ist festzustellen, dass heute eine breite Diversität zur Thematik in den Unternehmungen besteht, von Firmen mit grosszügigen Förderprogrammen bis zu keiner Relevanz. Elemente der grosszügigen Förderungsprogramme sind firmeneigene Krippen, finanzielle Unterstützung für die Kinderbetreuung und sehr flexible Arbeitszeiten. Die weitaus grösste Anzahl der Betreuungslösungen sind aber private und privatwirtschaftliche Lösungen (familienintern, externe Betreuungspersonen, Eigenfinanzierung der Krippenbetreuung). Diese privatwirtschaftlichen Lösungen werden auch durch das Angebot des durch die Handelskammer mitinitiierten Familienservices (Vermittlungsservice für Betreuungslösungen) gefördert.

Privatwirtschaftliche und private Lösungen durch staatliche Regulierungen gefährdet

Es ist erfreulich festzustellen, dass hauptsächlich privatwirtschaftliche und private Lösungen für die Kinderbetreuung gefunden werden. Diese privaten Initiativen dürfen durch staatliche Regulierungen nicht behindert oder gar verunmöglicht werden. Leider ist festzustellen, dass durch staatliche Regulierungen wie zu hohe Ausbildungsanforderungen für Betreuungspersonen oder gar Ausbildungsanforderungen an Betreuungspersonen aus dem Familienkreis das Angebot verteuert und eingeschränkt wird sowie private Lösungen verunmöglicht werden könnten.

Effizienter Mitteleinsatz der staatlichen und städtischen Initiativen im Fokus

Die Förderung und finanzielle Unterstützung der familienexternen Familienbetreuung durch die Stadt Winterthur ist über die letzten 15 Jahre stark gewachsen. Heute beträgt die Unterstützung 12 Mio. CHF und damit über 1 Prozent des städtischen Budgets. Seitens der Handelskammer wird das heutige Ausmass der Unterstützung als gute aber klar genügende Ergänzung empfunden und der Fokus sollte zukünftig nicht auf der Angebotserweiterung, sondern auf dem effizienteren Einsatz der Mittel liegen.