Ursprungszeugnis

Ursprungszeugnisse oder Ursprungsbeglaubigungen dienen zum Nachweis des Ursprungs sowie des Werts oder Preises einer Ware. Sie können weitere Angaben enthalten, die zur Identifizierung der Ware erforderlich sind. Eine Ware hat schweizerischen Ursprung, wenn sie in der Schweiz entweder vollständig erzeugt oder genügend bearbeitet wurde (Art. 7 VUB). Der ausländische Ursprung darf nur auf der Grundlage eines nachprüfbaren Ursprungsnachweises legalisiert werden (Art. 17 VUB).

Zweck

Zweck der in der Verordnung enthaltenen Ursprungsregeln ist es, in aussenwirtschafts- und zollrechtlichen Belangen verbindlich festzustellen, als Erzeugnis welchen Landes eine Ware zu gelten hat.

In der Schweiz beruht diese gesetzliche Ordnung des Ursprungszeugniswesens auf der Verordnung über die Beglaubigung des nichtpräferenziellen Ursprungs von Waren (VUB-WBF) vom 9. April 2008. Die Verordnung über die Ursprungsbeglaubigung betrifft ausschliesslich die nichtpräferenziellen Ursprungsregeln.

Anwendung

Ursprungszeugnisse werden beispielsweise angewendet bei:

  • der Verzollung von Importen
  • der Überwachung von Warenkontingenten
  • Akkreditiven
  • Boykottvorschriften
  • Statistiken

Gebühren

Grundgebühren

Ursprungszeugnisse und
Ursprungsbescheinigungen
1‰ des Warenwerts 
(gerundet auf nächste CHF 1000)
Minimum CHF  25.00
Maximum CHF 200.00  
Zusätzliche Kopie  CHF 3.00  
Zusätzliche Kopie UZ-Formular Druck grün
CHF  1.00  
Visa und Zertifikate  CHF  30.00  




Gebühren für Sammelsendungen

Werden mehrere Güter mit unterschiedlichen Verwendungszwecken in einer Sammelsendungzusammengefasst, gilt die Beglaubigung jeder Teilsendung als einzelne Beglaubigung und damit entsprechend ihrem Warenwert als gebührenpflichtige Ursprungsbeglaubigung, auch wenn nur ein Ursprungszeugnis ausgestellt wird.