Mit dem Hausarztmodell lassen sich Krankenversicherungsprämien sparen – so weit, so bekannt. Was viele nicht wissen: Ärztenetzwerke und Krankenversicherungen arbeiten im Hausarzt- und im Partnerpraxenmodell (HMO) eng zusammen und sorgen gemeinsam für bessere Behandlungen und tiefere Kosten im Gesundheitswesen. Diese wegweisenden Modelle sind in der Ostschweiz und Zürich vor allem bei SWICA-Versicherten verbreitet.
Wer schon mal nach Sparmöglichkeiten bei der Grundversicherung gesucht hat, kennt sie bestimmt: die alternativen Versicherungsmodelle. Die meisten Krankenversicherungen bieten mehrere davon an. Ein Klassiker, für den sich viele entscheiden, ist das Hausarztmodell. Es bietet eine Prämienreduktion, wenn man dafür auf die freie Arztwahl verzichtet und bei gesundheitlichen Beschwerden zuerst die Hausarztpraxis aufsucht. Aber wieso gibt es dafür eigentlich Rabatt?
Langfristige Betreuung führt zu besserer Behandlung
«Im Hausarztmodell oder auch im Partnerpraxenmodell HMO arbeiten die Patientin, der Hausarzt und die Spezialistin besser miteinander zusammen. Es kommt erwiesenermassen zu weniger unnötigen Abklärungen oder falschen Behandlungen», erklärt Leander Muheim. Er ist Hausarzt in der mediX-Praxis Altstetten und Geschäftsführer des Ärztenetzes mediX Zürich. Weniger unnötige Abklärungen wirken sich nicht nur positiv auf die Gesundheit aus – denn überflüssige Abklärungen bergen auch Risiken –, sondern haben auch eine kostendämpfende Wirkung. Darum gewähren Krankenversicherungen Rabatt auf das Modell.
Koordinierende Modelle noch zu wenig verbreitet
Die Zusammenarbeit von Ärztenetzen und Krankenversicherungen für diese Modelle ist wenig bekannt. Trotzdem sei sie die entscheidende Grundlage für eine optimale Versorgung in der Schweiz, die auch langfristig finanzierbar bleibt, so Muheim (mehr zur Zusammenarbeit zwischen Krankenversicherungen und Ärztenetzen gibt es hier).
Tatsächlich sind gemäss der neuesten Auswertung vom Schweizer Forum für Integrierte Versorgung (fmc) nur 34 Prozent der Bevölkerung in einem solchen Modell versichert. In der Ostschweiz sind es immerhin 41 Prozent, in Zürich 33 Prozent. Anders sieht das bei den SWICA-Versicherten aus. Die Gesundheitsorganisation aus Winterthur arbeite mit zahlreichen Ärztenetzwerken eng zusammen und setzt sich so für Modelle ein, die die Gesundheitsversorgung nachweislich verbessern. Durch ihren Einsatz schafft sie es, dass in der Ostschweiz 55 Prozent und in Zürich 40 Prozent in einem Hausarzt- oder Partnerpraxen-Modell versichert sind. Bei SWICA heissen die Modelle übrigens Casa (Hausarztmodell) und Santé (HMO- bzw. Partnerpraxenmodell).
Gemeinsam für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung
Der Einsatz für koordinierende Versicherungsmodelle ist nicht das einzige Engagement von SWICA für ein nachhaltiges Gesundheitssystem. Denn steigende Kosten, mangelnde Koordination und fehlende Transparenz belasten die Patientinnen und Patienten, aber auch die Prämienzahlenden. Darum arbeitet SWICA mit zahlreichen weiteren Gesundheitspartnern wie Spitälern, Apotheken und der innovativen Onlinepraxis santé24, aber auch Bildungs- und Politinstitutionen zusammen – für ein System, dass die Qualität der Behandlung belohnt und nicht die blosse Menge. Mehr zum Engagement von SWICA.
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