Freihandelsabkommen mit China: Modernisierung stärkt Schweizer Unternehmen

Von economiesuisse am 03.11.26, 11:17

  • Die Schweiz und China haben das modernisierte Freihandelsabkommen unterzeichnet.
  • Mittelfristig sollen 99,8 Prozent der heutigen Schweizer Exporte zollfrei nach China gelangen.
  • Das Abkommen bringt neben Zollsenkungen auch Verbesserungen bei Ursprungsregeln, Dienstleistungen, Investitionen, digitalem Handel und Nachhaltigkeit.

Bildquelle: KI generiert

In Zeiten wachsender Handelskonflikte ist die heutige Unterzeichnung des modernisierten Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China ein starkes Zeichen für offene Märkte und verlässliche Wirtschaftsbeziehungen. Für die Schweizer Wirtschaft ist dies besonders wichtig: China ist nach der EU und den USA der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz und für zahlreiche Branchen ein bedeutender Absatzmarkt.

Modernisierung bringt konkrete Verbesserunge
Das Freihandelsabkommen von 2014 ist in die Jahre gekommen. Mit der Modernisierung wird es an die heutigen Anforderungen angepasst. Im Zentrum steht ein deutlich verbesserter Marktzugang: Mittelfristig sollen 99,8 Prozent der heutigen Schweizer Exporte zollfrei nach China gelangen. Das Einsparpotenzial liegt in der Grössenordnung von rund einer Viertelmilliarde Franken. Davon profitieren insbesondere Pharma und Chemie, Maschinenbau, Präzisionsinstrumente, Uhren sowie ausgewählte Lebensmittelproduzenten. Gleichzeitig werden Wettbewerbsnachteile gegenüber Ländern reduziert, die bereits über neuere Abkommen mit China verfügen.

Die Modernisierung geht dabei über den Zollabbau hinaus. Einfachere Ursprungsregeln und Handelserleichterungen reduzieren den administrativen Aufwand und erleichtern insbesondere KMU die Nutzung des Abkommens. Verbesserungen gibt es auch bei Dienstleistungen und Investitionen: Schweizer Finanzdienstleister erhalten bessere und rechtlich stärker abgesicherte Bedingungen, während neue Marktzugangsverpflichtungen für Investitionen die Rechtssicherheit und Planbarkeit erhöhen.

Auch die Bestimmungen zu Umwelt, Nachhaltigkeit sowie Arbeits- und Menschenrechten werden gegenüber dem Abkommen von 2014 gestärkt und weiterentwickelt.

Ein wichtiges Signal für offene Märkte
Für die Schweiz als kleine und exportorientierte Volkswirtschaft ist ein möglichst guter Zugang zu den internationalen Märkten zentral. Gerade angesichts geopolitischer Spannungen und zunehmender handelspolitischer Unsicherheit braucht die Schweiz breit abgestützte Wirtschaftsbeziehungen.

Das modernisierte Abkommen mit China leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Es stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Unternehmen und sorgt für bessere und verlässlichere Rahmenbedingungen in einem strategisch wichtigen Markt. Die Unterzeichnung zeigt zugleich: Die Schweiz setzt weiterhin auf offene Märkte, wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Diversifizierung ihrer Handelsbeziehungen.

 

Kontak: 

Prof. Dr. Rudolf Minsch
Leiter Wirtschaftspolitik & Aussenwirtschaft,
Chefökonom, Stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung

Medienmitteilung economiesuisse vom 30.10.2026

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Stellenmeldepflicht 2027: Wiederum mehr Berufe betroffen

Von SAV Schweizerischer Arbeitgeberverband am 02.11.26, 17:57

Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat die Liste mit den meldepflichtigen Berufen für das Jahr 2027 veröffentlicht. Durch den Anstieg der Arbeitslosigkeit nimmt, wie im Vorjahr, auch die Zahl der meldepflichtigen Berufe zu.

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Kommunaler Richtplan Teil 3: Verdichtung

Von HAW Redaktion am 29.10.26, 14:53

Winterthur soll wachsen und den vorhandenen Raum besser nutzen. Der kommunale Richtplan setzt dabei auf eine stärkere Verdichtung und die Durchmischung von Wohnen und Arbeiten. Doch nicht jede Fläche eignet sich für jede Nutzung. Die Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) warnt davor, dass zusätzliche Vorgaben und Nutzungskonflikte die Entwicklung der Stadt erschweren könnten.

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Informations-Webinar: Digitaler Produktpass (DPP) - Was jetzt auf die Schweizer und Liechtensteiner Exporteure zukommt

Von HAW Redaktion am 29.10.26, 13:16

Wer Produkte in der Europäischen Union in Verkehr bringt, kommt am neuen Digitalen Produktpass (DPP) künftig nicht mehr vorbei. Die EU führt die neuen Transparenz- und Nachhaltigkeitsvorgaben schrittweise ein – mit direkten Folgen für exportorientierte Unternehmen in der Region Winterthur. Ein kostenloses Informations-Webinar unseres Partners Switzerland Global Enterprise (S-GE) am 4. November 2026 schafft Klarheit und zeigt pragmatische Lösungswege auf.

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Impulse. Für eine Schweiz, die vorangeht.

Von economiesuisse am 29.10.26, 11:54

Die Schweiz hat eine ausgesprochen lebendige Startup-Szene. Der Schweizer Unternehmergeist lebt. Darauf dürfen wir stolz sein!
Kürzlich habe ich Jessica Farda, Unternehmerin und Mitgründerin von Noriware, getroffen. Mit ihrem Unternehmen hat sie eine nachhaltige Alternative zu Plastikverpackungen entwickelt – und nun startet das Unternehmen so richtig durch. Das Jungunternehmen ist ein Paradebeispiel dafür, wie aus einer klugen Idee ein marktreifes Produkt wird.
 

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Armeefinanzierung: Es braucht jetzt eine Lösung

Von economiesuisse am 28.10.26, 11:42

  • Die Sicherheit ist eine zentrale Staatsaufgabe und Voraussetzung für einen stabilen Wirtschaftsstandort und den Wohlstand aller.
  • economiesuisse unterstützt sowohl zusätzliche Mittel für die Verteidigung wie auch die Beschaffung zusätzlicher Rüstungsgüter. Eine rasche Lösung hat nun hohe Priorität.

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Die Wirtschaft anerkennt die Notwendigkeit verstärkter Investitionen in die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz. Die geopolitische Lage ist angespannt, die Sicherheit ist eine zentrale Staatsaufgabe und für die Wirtschaft und den Wirtschaftsstandort unabdingbar. Die Wirtschaft unterstützt deshalb die politische Vorgabe, dass für die Verteidigung Mittel im Umfang von 1 Prozent des schweizerischen BIPs zur Verfügung stehen. Auch die Beschaffung zusätzlicher Rüstungsgüter wird unterstützt. Dafür hat der Bundesrat eine Vorlage beschlossen, die zur Finanzierung eine befristete Mehrwertsteuererhöhung vorsieht.

Wirtschaft trägt befristete Mehrwertsteuer-Erhöhung mit
Die Wirtschaft stellt sich auf den Standpunkt, dass die Finanzierung einer staatlichen Kernaufgabe wie der Sicherheit grundsätzlich durch Mittel aus dem allgemeinen Staatshaushalt zu erfolgen hat. Sie hat deshalb gefordert, dass für den Aufwuchs der Armee und die Erreichung des 1 Prozent BIP-Ziels bestehende ordentliche Mittel verwendet werden. Eine Steuererhöhung zur Erreichung des BIP-Ziels von einem Prozent hat sie abgelehnt. Der Bundesrat ist dieser Position gefolgt und hat die Steuererhöhung auf die geplanten zusätzlichen Rüstungsbeschaffungen beschränkt. Damit die Beschaffungen verlässlich und rasch getätigt werden können, hat die Wirtschaft die befristete Erhöhung unterstützt.

Überschüsse sollen hälftig und ebenfalls befristet verwendet werden dürfen
Der Ständerat als Erstrat hat in der Septembersession die Erhöhung von 0,5 Prozentpunkte auf 0,2 Prozentpunkte gesenkt. Stattdessen soll für die Rüstungsfinanzierung zusätzlich die Hälfte der Überschüsse verwendet werden können, die im Bundeshaushalt regelmässig anfallen. Die Überschüsse werden heute gemäss dem Gesetz ausschliesslich für den Schuldenabbau verwendet. Das wird als Element der gesetzlichen Umsetzung der Schuldenbremse von der Wirtschaft als wichtig erachtet. Die Verwendung eines Teils der Überschüsse für neue Ausgaben, wie im Fall der geplanten Rüstungskäufe, ist ein Novum, das die Wirtschaft im Interesse eines raschen Entscheids zur Rüstungsfinanzierung mittragen kann. Voraussetzung dafür ist, dass diese Finanzierungsmöglichkeit zeitlich befristet, auf die Armee beschränkt und auf die Hälfte der Überschüsse begrenzt bleibt.

Lösung in der Wintersession erforderlich
Die Vorlage zur Rüstungsfinanzierung wird aktuell in den nationalrätlichen Kommissionen behandelt. Die Wirtschaft erwartet, dass in der Wintersession im Dezember 2026 die Vorlage entschieden wird, damit die Armee für die nötigen Rüstungskäufe Planungssicherheit erhält. Die Wirtschaft ist nicht bereit, jede Lösung mitzutragen; beispielsweise können zur Wahrung der verfassungsmässigen Schuldenbremse keine ausserordentlichen Ausgaben in Frage kommen. Auch eine unverhältnismässige Verschuldung, besonders wenn die Rückzahlung nicht gesichert ist, kann die Wirtschaft nicht mittragen. Hingegen ist die Wirtschaft bereit, die temporäre Schaffung eines geplanten neuen Rüstungsfonds zu unterstützen, solange der Fonds selbst und auch dessen Finanzierung nach dem geplanten Ende der Laufzeit wieder aufgehoben werden. Idealerweise würde eine solche Finanzierungsmechanik auf Verfassungsstufe geregelt (bspw. analog zum Bahninfrastrukturfonds, Art. 87a BV). Dadurch könnten die Legitimation und Verbindlichkeit, aber auch die zeitliche Befristung der Finanzierung gestärkt werden.

Finanzierung über Bundeshaushalt ebenfalls möglich
Auch eine verhältnismässige Vorfinanzierung (der Bundesrat hat als Grössenordnung 6 Milliarden Franken vorgeschlagen) kann die Wirtschaft mittragen. Entscheidend ist die ausreichend hohe und verbindlich gesicherte Finanzierung der Fondseinlagen. Die Finanzierung kann notfalls eine Mehrwertsteuererhöhung bis zu maximal 0.5 Prozentpunkte beinhalten. Falls andere Finanzierungswege, die im Einklang mit der Schuldenbremse sind, zur Verfügung stehen, wird sich die Wirtschaft nicht dagegen wehren.

Die verbesserten Finanzperspektiven des Bundes und ein Bundeshaushalt, der bald die Marke von 100 Milliarden Franken erreicht, können solche Lösungen möglich machen. Im Raum steht eine reine Finanzierung über den Haushalt, ohne Mehreinnahmen. Wichtig ist für die Wirtschaft, dass das Geschäft zu einem Abschluss kommt, und dass die für die Verteidigung unseres Landes nötigen Mittel und Instrumente beschafft werden können.


Kontak:
Dr. Frank Marty
Bereichsleiter Finanzen & Steuern,
Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung

Lea Flügel
Stv. Bereichsleiterin Finanzen & Steuern

Medienmitteilung economiesuisse vom 23.10.2026

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Engagiert für bessere Beschäftigungschancen für Jung und Alt

Von SAV Schweizerischer Arbeitgeberverband am 28.10.26, 09:10

Wenn über Arbeitgeberpolitik gesprochen wird, geht es oft um Rahmenbedingungen, Regulierung und Wettbewerbsfähigkeit. Das ist wichtig. Aber ein funktionierender Arbeitsmarkt besteht nicht nur aus guten Rahmenbedingungen. Entscheidend ist, ob Menschen tatsächlich die Chance erhalten, ihre Fähigkeiten einzubringen.
Deshalb engagiert sich der Schweizerische Arbeitgeberverband unter anderem für zwei Gruppen, die an unterschiedlichen Enden des Erwerbslebens stehen: für Jugendliche, denen der Einstieg in den Arbeitsmarkt schwerfällt (im Rahmen unseres Engagements für Check Your Chance), und für erfahrene Arbeitskräfte über 50, die ihr Potenzial weiterhin einbringen wollen und sollen (mit dem Netzwerk focus50plus, gemeinsam mit dem Schweizerischen Gewerbeverband). Dieses Engagement ist für uns keine Nebensache. Es gehört zu unserem Verständnis von Arbeitgeberpolitik. 

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Kommunaler Richtplan Teil 2: Verkehr

Von HAW Redaktion am 26.10.26, 09:18

Winterthur will wachsen und gleichzeitig den Autoverkehr deutlich reduzieren. Der kommunale Richtplan sieht vor, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) von 42 auf rund 20 Prozent zu senken. Doch wie lässt sich dieses Ziel mit dem angestrebten Wirtschaftswachstum vereinbaren? Gerade für Gewerbe, Handwerk und Industrie ist eine gute Erreichbarkeit entscheidend. Die Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) sieht hier einen zentralen Zielkonflikt.

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Kommunaler Richtplan Teil 1: Arbeitsplätze

Von HAW Redaktion am 19.10.26, 15:37

Winterthur will wachsen. Der kommunale Richtplan sieht langfristig Raum für 30'000 zusätzliche Arbeitsplätze vor und soll damit den Wirtschaftsstandort stärken. Die Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) begrüsst diese Zielsetzung grundsätzlich, stellt jedoch deren Realisierbarkeit infrage. Denn zusätzliche Arbeitsplätze entstehen nicht allein durch planerische Vorgaben. Entscheidend ist, ob Unternehmen in Winterthur geeignete Flächen und attraktive Rahmenbedingungen vorfinden, um langfristig zu investieren und zu wachsen.

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Industrial AI: Wenn Maschinen mitdenken lernen – Einblick in die angewandte Forschung am ZHAW CAI

Von HAW Redaktion am 16.10.26, 10:19

Künstliche Intelligenz hat das Stadium blosser Konzeptstudien längst hinter sich gelassen. Während generative Chatbots im Alltag für Staunen sorgen, vollzieht sich die eigentliche Transformation dort, wo Fräsmaschinen laufen, Werkstoffe verarbeitet werden und jede Minute Ausfallzeit bares Geld kostet: direkt auf dem Shopfloor. Genau an dieser Schnittstelle setzte der jüngste Anlass unserer HAW Cluster-Initiative «Smart Machines» am 29. September 2026 an. Zu Gast am ZHAW Centre for Artificial Intelligence (CAI) in Winterthur widmeten wir uns der entscheidenden Frage: Wie wird Künstliche Intelligenz von einem theoretischen Versprechen zu einem handfesten, verlässlichen Werkzeug im Maschinen- und Anlagenbau?

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