«Export» der Schweizer Lehre zahlt sich aus

31.05.18 11:00

Der Internationale Berufsbildungskongress vom 6. bis 8. Juni 2018 in Winterthur bietet eine Plattform für den offenen Dialog und den Austausch von guten Praktiken unter Akteuren der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit. SkillSonics ist Partner am Kongress.

SkilSonics

 

Die Schweizer Lehre hat ein Problem. In der globalisierten Schweizer Wirtschaft erkennen zahlreiche ausländische CEOs und HR-Verantwortliche den Wert von schweizerischen Berufsabschlüssen nicht. Als Folge davon erlassen Firmen interne Richtlinien, die Fachkräften ohne akademischen Abschluss keine Chance geben. Mit dem «Export» der Schweizer Lehre wertet unser Land nicht nur die Lehre auf, sondern vertieft auch die Wirtschaftsbeziehungen.

Gleichzeitig wächst vor dem Hintergrund der global wachsenden Jugendarbeitslosigkeit in zahlreichen Ländern, darunter in den USA, Indien und China, die Erkenntnis: Ein Unidiplom allein garantiert noch lange keinen Job. Die praktische Berufsausbildung hingegen liefert die Fähigkeiten, die auf dem Markt gefragt sind, und öffnet die Türe zur Arbeitswelt.

Mit SkillSonics bieten wir heute Berufsbildung auf Basis des Schweizer dualen Systems im Ausland an. Unser Angebot umfasst gegenwärtig über 100 Kurse. In den letzten fünf Jahren hat SkillSonics allein in Indien über 5000 Lehrlinge mit Skillsonics-Lehrgängen in industriellen Berufen wie zum Beispiel Polymechaniker ausgebildet – und es werden immer mehr. Die Lehrabgänger erhalten ein vom Industrieverband Swissmem anerkanntes Zertifikat und einen offiziellen indischen Berufsabschluss.

Indem wir eine Lehre nach Schweizer Muster anbieten, tun wir nicht nur etwas für unsere Lehrabgänger, deren Abschluss in der Welt an Geltung gewinnt, sondern auch etwas für Unternehmen im In- und Ausland. Die ersten Unternehmen, die in Indien mit SkillSonics ihre Mitarbeiter ausbildeten, waren die indischen Niederlassungen von Schweizer Firmen, wie ABB, Bobst, Bühler, Burckhardt Compression und Rieter, die Schwierigkeiten hatten, auf dem indischen Arbeitsmarkt Arbeitskräfte zu finden, die ihre Qualitätsanforderungen erfüllten.

Andreas Bischof, der Leiter der Berufsbildung bei Bühler in Indien bringt es auf den Punkt: “Die Ausbildung unserer Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit SkillSonics ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Jeder Franken, den wir in die Berufsbildung investieren kommt zurück.” 

Inzwischen lassen immer mehr indische Firmen ihre Arbeitnehmer mit SkillSonics ausbilden. Zu unseren Partnern gehören heute die mächtigsten indischen Berufsorganisationen und Industrie-Verbände.

Dass sich die Investition in die Berufsausbildung auszahlt, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nicht nur in Indien, sondern auch in Ländern wie der Ukraine, Südafrika und Mexiko. Auch der Bundesrat hat ein Interesse, die duale Schweizer Berufsausbildung weltweit bekannt zu machen. Er will damit den Ruf der Schweiz als Arbeits- und Werkplatz mehren. Die Überlegung: Der Ausbau der Berufsbildung soll die Wirtschaftsbeziehungen fördern sowie den Ruf und die Institutionen der Schweiz.

Franz Probst, Gründer, SkillSonics International AG und SkillSonics India Pvt. Ltd. – www.skillsonics.com

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