Kommunaler Richtplan Teil 2: Verkehr

Von HAW Redaktion am 26.10.26, 09:18

Winterthur will wachsen und gleichzeitig den Autoverkehr deutlich reduzieren. Der kommunale Richtplan sieht vor, den Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) von 42 auf rund 20 Prozent zu senken. Doch wie lässt sich dieses Ziel mit dem angestrebten Wirtschaftswachstum vereinbaren? Gerade für Gewerbe, Handwerk und Industrie ist eine gute Erreichbarkeit entscheidend. Die Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) sieht hier einen zentralen Zielkonflikt.

Bildquelle: KI-generiert

Weiterlesen

Kommunaler Richtplan Teil 1: Arbeitsplätze

Von HAW Redaktion am 19.10.26, 15:37

Winterthur will wachsen. Der kommunale Richtplan sieht langfristig Raum für 30'000 zusätzliche Arbeitsplätze vor und soll damit den Wirtschaftsstandort stärken. Die Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW) begrüsst diese Zielsetzung grundsätzlich, stellt jedoch deren Realisierbarkeit infrage. Denn zusätzliche Arbeitsplätze entstehen nicht allein durch planerische Vorgaben. Entscheidend ist, ob Unternehmen in Winterthur geeignete Flächen und attraktive Rahmenbedingungen vorfinden, um langfristig zu investieren und zu wachsen.

Bildquelle: KI-generiert

Weiterlesen

Ständerat sagt Ja zu den Bilateralen III

Von economiesuisse am 08.10.26, 14:22

  • economiesuisse begrüsst die breite Unterstützung des Ständerats für die Bilateralen III.
  • Für die Schweizer Unternehmen sind Rechtssicherheit, planbare Rahmenbedingungen und ein möglichst hindernisfreier Zugang zum europäischen Binnenmarkt von zentraler Bedeutung.
  • Mit Blick auf die Beratungen im Nationalrat wird sich die Wirtschaft weiterhin mit Nachdruck für die Bilateralen III und die langfristige Absicherung des bilateralen Wegs einsetzen.

Bildquelle: KI generiert

Der Ständerat hat mit seinem Ja zu den Bilateralen III einen wichtigen ersten Schritt gemacht. economiesuisse begrüsst die breite Unterstützung für das Vertragspaket. Der Entscheid sendet ein starkes Signal für stabile und verlässliche Beziehungen zur wichtigsten Handelspartnerin der Schweiz.

Die Wirtschaft ist auf planbare Rahmenbedingungen, Rechtssicherheit und einen möglichst hindernisfreien Zugang zum europäischen Binnenmarkt angewiesen. Die Stabilisierung des bilateralen Wegs stärkt den Wirtschaftsstandort Schweiz in einer Zeit zunehmender geopolitischer Unsicherheit und wachsender protektionistischer Tendenzen. Die Bedeutung stabiler Beziehungen zur EU und des bilateralen Wegs als massgeschneiderte Lösung für die Schweiz wurde zuletzt auch von über 130 Unternehmerinnen und Unternehmern in einem gemeinsamen Brief an die Mitglieder des Ständerats hervorgehoben.

Nationalrat ist nun am Zug
Nach der Debatte im Ständerat wird sich nun der Nationalrat mit den Bilateralen III befassen. Gewisse Entscheide des Ständerats gilt es dabei erneut zu prüfen. Kritisch sieht economiesuisse insbesondere die beschlossene Lenkungsabgabe im Rahmen der Schutzklausel. Eine solche Abgabe würde Unternehmen zusätzlich belasten, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen und den administrativen Aufwand sowie die Bürokratie deutlich erhöhen.

Für die Schweizer Wirtschaft ist es zentral, eine Erosion der bestehenden Abkommen zu verhindern und den Zugang zum europäischen Binnenmarkt langfristig abzusichern. Mit Blick auf die Beratungen im Nationalrat wird sich die Wirtschaft deshalb weiterhin mit Nachdruck für das Paket einsetzen.

Prof. Dr. Rudolf Minsch
Leiter Wirtschaftspolitik & Aussenwirtschaft, Chefökonom
Stv. Vorsitzender der Geschäftsleitung

Dr. Monica Rubiolo
Bereichsleiterin Aussenwirtschaft,
Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung
Weiterlesen

Qualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten aus der Ukraine – ein Potenzial für die Schweizer Wirtschaft

Von SAV Schweizerischer Arbeitgeberverband am 24.09.26, 12:27

Angesichts des Arbeitskräftemangels in zahlreichen Branchen suchen Schweizer Unternehmen aktiv nach qualifizierten Fachkräften, um ihren Personalbedarf decken zu können. Ein Teil dieses Personalbedarfs ist bereits in der Schweiz vorhanden. Viele Inhaber des Schutzstatus S, die grösstenteils in den ersten Monaten des russisch-ukrainischen Krieges eingereist sind, haben sich bereits erfolgreich in den Schweizer Arbeitsmarkt integriert. Ende Juli 2026 gingen 17’700 von ihnen in verschiedenen Brachen einer Erwerbstätigkeit nach.

Bildquelle: KI-generiert

Weiterlesen

Präsidentenwechsel bei economiesuisse: Silvan Wildhaber folgt auf Christoph Mäder

Von economiesuisse am 14.09.26, 18:17

  • economiesuisse hat einen neuen Präsidenten: Nach sechs Jahren an der Spitze des Dachverbands übergab Christoph Mäder am Tag der Wirtschaft das Präsidentenamt an den Unternehmer Silvan Wildhaber.
  • Die geopolitischen Spannungen fordern die Schweiz heraus. «Erst recht müssen wir auf offene Märkte setzen und der Stabilität Sorge tragen, damit wir uns als starke Exportnation behaupten können», sagte Wildhaber im Antrittsgespräch.
  • Christoph Mäder betonte, dass die Erfolgsgeschichte Schweiz nur dann fortgeschrieben werden kann, wenn wir auch in Zukunft zu den Besten zählen wollen. Das bedingt Mut zu echten Reformen.

Bildquelle: economiesuisse, Foto: Clara Tuma

Nach zwei Amtsperioden übergab Christoph Mäder am heutigen Tag der Wirtschaft das Präsidentenamt an seinen Nachfolger Silvan Wildhaber. Christoph Mäder betonte in seiner Präsidialrede, dass die Schweiz in vielen Belangen nach wie vor ganz vorne mitspielt. So ist etwa die Innovationskraft dank des Zusammenspiels von Hochschulen und Unternehmen beeindruckend. Zugleich stehen wir aber still, wenn es um die Standortbedingungen geht. Die Fähigkeit und Kraft, mit echten Reformen die Standortqualität zu verbessern, haben nachgelassen. «Ich wünsche mir, dass die Schweiz wieder ein Selbstverständnis an den Tag legt, zu den wirklich Besten gehören zu wollen. Wir wollen ein Land sein, das zu den wohlhabendsten weltweit zählt. Ein Land, das die besten Bildungschancen bietet, die nachhaltigsten Vorsorgesysteme hat, die stabilste und preisgünstigste Energieversorgung sicherstellt und die meisten Freihandelsabkommen hat», sagte Mäder. Das setzt voraus, dass wir den Mut aufbringen, echte Reformen anzupacken.

Silvan Wildhaber mit Plädoyer für Bilaterale und Freihandel
Mit dem heutigen Tag der Wirtschaft übernimmt der Unternehmer Silvan Wildhaber das Präsidentenamt. «Rund um uns herum herrscht Handels- und Zollkrieg. Das fordert uns als kleine offene Volkswirtschaft enorm heraus. Ich bin überzeugt: Wir müssen jede sich bietende Chance nutzen, um die Handelsbeziehungen zu verbessern. Wir werden uns deshalb mit voller Kraft für die neuen Freihandelsabkommen mit Malaysia und Mercosur und für die Bilateralen III einsetzen.» Für Wildhaber ist entscheidend, dass es der Wirtschaft noch besser gelingt, die Menschen im Land vom Mehrwert einer starken Wirtschaft zu überzeugen: «Die Unternehmen und ihre Mitarbeitenden erarbeiten Tag für Tag Wohlstand für unser Land – damit leisten wir einen unerlässlichen Beitrag für die Schweiz.» Dies gelte es aufzuzeigen. «Wir müssen noch mehr Bewegung und Engagement in der Wirtschaft freisetzen. Nur so erreichen wir Unternehmerinnen und Unternehmer die Herzen der Menschen», sagte Wildhaber. Denn klar ist: «Eine starke Wirtschaft ist im Interesse aller. Sie garantiert Arbeitsplätze, Lebensqualität und Sicherheit im Land», so Wildhaber.

Die Schweiz in der Welt: Offenheit und Stabilität als Schlüsselfaktoren
Inhaltlich befasste sich der Tag der Wirtschaft mit der Frage, wie sich die Schweiz in der heutigen Welt positionieren soll. Die Exportnation Schweiz steht unter erheblichem Druck. Unsicherheiten prägen das wirtschaftliche Umfeld. Mehr denn je ist die Schweiz gefordert, aussenwirtschaftspolitisch geschickt zu navigieren. Bundespräsident Guy Parmelin, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF), betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit, zu diversifizieren. Gerade deshalb ist es entscheidend, mit neuen und modernisierten Freihandelsabkommen den Zugang zu den wichtigen Absatzmärkten laufend zu verbessern. Martin Schlegel, Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, zeigte in seinem Keynote-Referat auf, wie sich die Schweizer Wirtschaft in einem anspruchsvollen globalen Umfeld behauptet und wie die SNB zur Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. In der anschliessenden Podiumsdiskussion vertieften Paolo Compagna, CEO von Schindler, Nina Probst, Partnerin bei McKinsey & Company und Leiterin des Genfer Büros, Monika Rühl, Vorsitzende der Geschäftsleitung von economiesuisse, und Adrian Steiner, CEO der Thermoplan AG und Präsident der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ, die Frage, wie die Unternehmen mit der aktuellen geopolitischen Lage umgehen können und welche Standortbedingungen für international tätige Schweizer Unternehmen essenziell sind.

Präsidialrede Christoph Mäder

Medienkontakt

Rückfragen: 
Silvan Lipp, Leiter Kommunikation, +41 44 421 35 57,media@economiesuisse.ch

Weiterlesen

Umfrage Mobilitätsstrategie «Erreichbares Neuhegi-Grüze»

Von HAW Redaktion am 11.09.26, 09:56

Neuhegi-Grüze ist eines der grössten Entwicklungsgebiete Winterthurs – und ein wichtiges Arbeits- und Zentrumsgebiet von kantonaler Bedeutung, in dem ein funktionierender Wirtschaftsverkehr für die ansässigen Unternehmen entscheidend ist. Mit der Sistierung der Zentrumserschliessung hat der Stadtrat das Tiefbauamt beauftragt, eine neue Mobilitätsstrategie zur besseren Erschliessung des Gebiets auszuarbeiten.

Weiterlesen

Warum die Nachhaltigkeitsinitiative der Wirtschaft schadet

Von HAW Redaktion am 11.06.26, 15:08

Die Nachhaltigkeitsinitiative, die offiziell «Keine 10-Millionen-Schweiz!» heisst, klingt im ersten Moment vielleicht vernünftig. Weniger Bevölkerungswachstum bedeutet scheinbar weniger Druck auf Wohnungen, Verkehr, Landschaft und Infrastruktur. Gerade in einem kleinen Land wie der Schweiz spricht dieses Argument viele Menschen an. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Initiative aber keine überzeugende Lösung. Sie setzt nämlich nicht bei den eigentlichen Problemen an, sondern versucht, komplexe Fragen mit einer starren Bevölkerungsgrenze zu lösen.

Bildquelle: KI-generiert

Weiterlesen

Das Bundesgericht hebt die Entscheide des Verwaltungsgerichtes auf

Von Thomas Anwander am 10.06.26, 12:00

Die Handelskammer und Arbeitgebervereinigung Winterthur (HAW), der KMU-Verband Winterthur und Umgebung sowie der Gewerbeverband der Stadt Zürich haben bekanntlich rechtliche Schritte zur Klärung der kommunalen Kompetenz zum Erlassen von Mindestlöhnen angestossen. Das Bundesgericht hat nun die Beschwerden der Städte Zürich und Winterthur gutgeheissen und die Entscheide des Verwaltungsgerichtes des Kanton Zürich aufgehoben.

Weiterlesen

Warum Mercosur für die Schweiz so wichtig ist

Von HAW Redaktion am 01.06.26, 10:00

Die Schweiz ist klein, aber wirtschaftlich stark mit der Welt verbunden. Kaum ein Land ist so abhängig vom Export von Gütern und Dienstleistungen wie die Schweiz. Genau deshalb sind offene Märkte und gute Handelsabkommen zentral für unseren Wohlstand. Das Mercosur-Abkommen zeigt besonders deutlich, warum internationale Handelspolitik für die Schweiz nicht abstrakt ist, sondern direkte Auswirkungen auf Unternehmen, Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit hat.

Weiterlesen

Richtplan Winterthur: Riskante Folgen für die Wirtschaft

Von HAW Redaktion am 07.05.26, 14:48

Das Stadtparlament Winterthur hat am 13. April 2026 die Gesamtrevision des kommunalen Richtplans beschlossen. Der Richtplan legt die räumliche Entwicklung Winterthurs bis 2040 fest und betrifft zentrale Lebensbereiche: Wohnen, Mobilität, Gewerbe, Quartierentwicklung, Grünräume und Landwirtschaft. Aus wirtschaftlicher Perspektive wirft der Richtplan jedoch viele kritische Fragen auf.

Weiterlesen

Lists by Topic

see all

nach Themen

Alle ansehen

Für HAW Aktuell anmelden!